Wie funktioniert die Live Migration von laufenden VMs?

Mit eEVOS Plus können Sie die, aktiv laufende VMs, von einem Clusterknoten auf einen anderen ohne Ausfallzeiten verschieben.

Arbeitsspeicher und alle Einstellungen werden im laufenden Betrieb verschoben. Die gesamte Migration dauert (ja nach Größe von dem Arbeitsspeicher) nur wenige Sekunden.

Dies ist ein sehr nützliches Feature, wenn Sie einen Knoten zur Wartung oder Upgrades herunterfahren oder neustarten möchten oder einfach für eine Weile entlasten möchten.

Was ist eine “Netzwerk Test IP Adresse”?

Während der Clustererstellung werden Sie nach einer “Netzwerk Test IP Adresse” gefragt.

Diese IP Adresse verwenden beide Server um zu sehen ob das Netzwerk noch verfügbar ist. Beide Server werden regelmäßig diese IP Adresse anpingen.

Es wird dringend empfohlen mehrere IP Adressen dort einzutragen. Das können die IP Adressen von Router, Gateway, Mailserver, Netzwerkdrucker etc. … sein.

Unterstützte Gast-Betriebssysteme

Folgende Betriebssysteme können als virtuelle Maschinen (VMs) innerhalb von euroNAS Enterprise Virtualisation OS (eEVOS) betrieben werden (64-Bit Versionen).

Microsoft Windows

Für Windows Betriebssysteme müssen paravirtualisierte Treiber für die beste Performance installiert werden – eine Anleitung finden Sie hier

Gast-Betriebssystem Hardware-Beschleunigung Paravirtualisierte Treiber
Microsoft Windows Server 2016
Microsoft Windows Server 2012 R2
Microsoft Windows Server 2012
Microsoft Windows Server 2008 R2
Microsoft Windows Server 2008
Microsoft Windows 10
Microsoft Windows 8.1
Microsoft Windows 8
Microsoft Windows 7

euroNAS

Gast-Betriebssystem Hardware-Beschleunigung Paravirtualisierte Treiber
Premium Ultra
HA Cluster

Linux

Following Linux based operating systems have been certified and work “out of the box” (drivers are built-in)

Gast-Betriebssystem Hardware-Beschleunigung Paravirtualisierte Treiber
Red Hat Enterprise Linux 7.x
Red Hat Enterprise Linux 6.x
CentOS 7.x
CentOS 6.x
Fedora Server 23
Fedora Workstation 23
Debian Jessie
Debian Wheezy
Ubuntu Server 14.04 LTS
Ubuntu Server 18.04 LTS
Ubuntu Desktop 14.04 LTS
Ubuntu Desktop 15.10

How is Live Migration of running VMs working?

eEVOS helps you to migrate running virtual machines from one cluster node to another one without downtime.

VM will keep its connections, RAM and all settings will be moved. Whole migration takes just several seconds.

It is very useful functionality if you wish to shut down or reboot one of the nodes for maintenance or upgrade.

Wie erstelle ich eine virtuelle Maschine?

VM Erstellungs-Dialog besteht aus 4 Tabs. Alle wichtige Einstellungen befinden im “Allgemein-Tab”, andere Tabs sind optional. Alle Einstellungen können später nachträglich geändert werden.

Finetunning (Arbeitsspeicher oder Festplattengröße) kann auch mittels Pfeiltasten durchgeführt werden.

General tab

VM Name

Name für die neue VM

Gast-Betriebssystem

Die Auswahl stellt sicher, daß das Gast-Betriebssystem optimal eingestellt wird.

ISO-Auswahl

Hier wählen Sie die ISO Datei welche für die Installation des Gast-Betriebssystems verwendet wird. Die ISO Datei muss voher auf eines der Laufwerke via SMB/CIFS oder NFS kopiert werden.

CPU-Auswahl

Wählen Sie die Anzahl der CPU Sockel und Kerne die der VM zugewiesen werden.

Arbeitsspeicher

Wählen Sie wieviel die VM maximal an Arbeitsspeicher verwenden darf. Es wird ebenfalls angezeigt, wieviel Arbeitsspeicher bereits an alle andere VMs zugewiesen wurde.

Sie können mehr Arbeitsspeicher zuweisen als zur Verfügung steht. Beachten Sie nur dabei, daß dies eventuell zu Abstürzen einzelnen VMs führen kann.

Laufwerk

Das Laufwerk auf dem die virtuelle Maschine installiert wird.

Storage-Typ

Sie können 2 verschiedene Arten auswählen:
RAW – beste Performance, gesamter Speicherplatz wird sofort reserviert
QED – thin provisioned. Gute Performance, der Speicherplatz wächst mit Bedarf

Ressourcen-Größe

Die größe des virtuellen Laufwerks. Sie können weitere Laufwerke im “Storage Tab” erstellen. Zusätzliche Laufwerke können nachträglich ebenfalls hinzugefügt werden.

Display Tab

Sie können die VMs via integrierte Konsole oder via VNC Viewer erreichen. Für die beste Performance und Erfahrung empfehlen wir allerdings remote Desktop Tools wie z.B. RDP oder Teamviewer welche direkt innerhalb der VM installiert werden.

Kennwort: Sie können einzelne VMs mit einem Kennwort schützen
Tastatur-Belegung: stellen Sie die Tastaturbelegung für den VNC Server
VNC Port: VNC Port wird automatisch vergeben, Sie können diesen aber auch manuell definieren

Storage Tab

Im Storage TAB können Sie eine ISO anhängen oder zusätzliches Laufwerk erstellen.

Netzwerk Tab

Unter Netzwerk-Tab können Sie einstellen, wieviele virtuelle Netzwerkkarten der virtuellen Maschine zugewiesen werden und welchem virtuellen Netzwerk diese gehören sollten. Die Netzwerkkarten können unterschiedlichen virtuellen Netzwerken angehören.

Installation von paravirtuellen Treibern

Die meisten modernen Linux-basierende Betriebssysteme beinhalten bereits die paravirtuellen Treiber. Diese ermöglichen die bestmögliche Performance und Kommunikation mit dem Host-Betriebssystem. Für Microsoft Windows Betriebssysteme müssen die Treiber während der Installation hinzugefügt werden. In diesem Beispiel werden die Treiber für Windows 2008 installiert. Andere Windows Versionen haben identische Vorgehensweise. Folgende Treiber müssen installiert werden – für den virtuellen Storage Controller damit die Festplatten angesprochen werden können – für die virtuelle Netzwerkkarte(n) – für die optimale Verwaltung vom Arbeitsspeicher (Baloon-Treiber)

1. Erstellen Sie eine virtuelle Maschine und starten Sie die Installation von Windows. Es werden zunächst keine Laufwerke angezeigt. Damit der Treiber für den Storage Controller geladen werden kann und die Festplatten angezeigt werden können muss dieser zuerst geladen werden.

Wählen Sie die Option "Treiber laden

2. Wählen Sie "Durchsuchen"

3. Wählen Sie das CD Laufwerk "Windows Drivers"

4. Wählen Sie das Verzeichnis “Disk Driver” und wählen Sie das Verzeichnis Ihrer Windows Version. z.B. 2k8 = Windows 2008

5. Das Laufwerk wird jetzt angezeigt und der Windows kann installiert werden. Nach der Installation können Sie die Treiber für die Netzwerkkarte und die Speicherverwaltung installieren (s. Punkt 6)

6. Nach erfolgreicher Installation gehen Sie in den "Geräte Manager" und installieren Sie die Treiber für den Ethernet-Controller und PCI-Gerät (Baloon-Treiber für Arbeitsspeicher-Management). Gehen Sie auf das jeweilige angezeigte Gerät und wählen Sie "Eigenschaften" - "Treiber Installieren ..."

7. Als Option wählen Sie “Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen".

8. Wählen Sie "Network" oder "Memory" und Ihre Windows Version.

9. Wählen Sie "Diese Treibersoftware trotzdem installieren"

10. Wiederholen Sie diesen Vorgang für beide Geräte

Virtuelle Netzwerke für die VM

Virtuelle Maschinen können 2 verschiedene Arten von virtuellen Netzwerken verwenden.

Sie können mehrere virtuelle Netzwerke anlegen und auch mehrere Netzwerke einer VM zuweisen. Beim Hinzufügen von den Netzwerk-Ports können Sie diese Netzwerke direkt auswählen.

Bridge

Bridge ist direkt an eine oder mehrere Netzwerk-Ports angebunden. Die virtuellen Maschinen bekommen so einen direkten Zugriff auf das Netzwerk.

NAT

In diesem Modus wird ein virtuelles Netzwerk erstellt in dem die virtuellen Maschinen untereinander kommunizieren können und über NAT mit der Aussenwelt.

NAT wird auch einen DHCP Server zur Verfügung stellen über den die VMs innerhalb von dem NAT Netzwerk deren IP Einstellungen zugewiesen bekommen.

Es ist vergleichbar mit einem Internet Router. Die Cients hinter NAT sind von Zugriffen geschützt, kommen aber trotzdem ins Internet.

Während der VM Erstellung oder Edit können Sie jetzt die Netzwerke den Netzwerk-Ports zuweisen. Sie können die über die zugewiesenen Namen unterscheiden.

Wie wird eEVOS Plus lizensiert?

eEVOS Plus wird per CPU lizensiert (unbegrenzte Anzahl an Kernen)

Die kleinste Lizenz wäre für 1 CPU welche die Installation auf einem einzelnen Server zulässt.

Für die Hochverfügbarkeit benötigt man 2 Server und somit wäre die kleinste Lizenz 2 CPUs (eine CPU pro Server).

Beide Server müssen immer die gleiche Anzahl der CPUs haben.

z.B. 4 CPU Lizenz erlaubt entweder einen einzelnen Server mit 4 CPUs oder 2 Server mit jeweils 2 CPUs.

Motherboards mit mehreren Sockeln können auch mit weniger CPUs betrieben werden solange diese nicht bestückt werden. So können Sie zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere CPU verbauen und die Lizenz erweitern.

Kann ich mehrere virtuelle Netzwerke einer VM zuweisen?

Ja – während der Erstellung oder im Edit-Fenster können Sie jeder einzelnen virtuellen Netzwerkkarte ein anderes virtuelles Netzwerk zuweisen.

Mein Betriebssystem ist nicht auf der Kompatibilitätsliste

Auf der Kompatibilitätsliste befinden sich die Betriebssysteme welche von uns getestet und zertifiziert wurden.

Sie können trotzdem auch andere Betriebssysteme installieren. Dazu steht während der Erstellung folgende Auswahl unter “Andere”.

Virtio-Modus

Virtio-Modus nutzt für die paravirtuellen Treiber – das Betriebssystem welches Sie installieren möchten muss diese Treiber integriert haben (z.B. die meisten neuren Linux Distributionen).

Kompatibilitäts-Modus

Dieser Modus emuliert die gängige Hardware deren Treiber in den meisten Betriebssystemen bereits enthalten sind (z.B. eine Intel Gigabit Netzwerkkarte).