Was ist eine “Netzwerk Test IP Adresse”?

Während der Clustererstellung werden Sie nach einer “Netzwerk Test IP Adresse” gefragt.

Diese IP Adresse verwenden beide Server um zu sehen ob das Netzwerk noch verfügbar ist. Beide Server werden regelmäßig diese IP Adresse anpingen.

Es wird dringend empfohlen mehrere IP Adressen dort einzutragen. Das können die IP Adressen von Router, Gateway, Mailserver, Netzwerkdrucker etc. … sein.

Was ist HA Cluster?

euroNAS HA Cluster stellt die intelligente Kombination verschiedenen Technologien um möglichst größte Ausfallsicherheit zu gewährleisten.

Die Daten werden auf beiden Servern in Echtzeit gespiegelt – der euroNAS HA Cluster besitzt zusätzlich intelligente Dienste, die bei einem Serverausfall automatisch auf den anderen Server umschalten ohne daß ein manueller Eingriff notwendig ist.

Welche Hardware wird für HA Cluster empfohlen?

Installationslaufwerk

Mindestens ein 40 GB großes Laufwerk (SSD empfohlen )

Arbeitspeicher

Mind. 8 GB

Networking

Es müssen mehrere IP Adressen für das Firmen- und Replikationsnetzwerk konfiguriert werden.

Die beste Performance und Sicherheit erreicht man mit 4 individuellen Netzwerkkarten mit einer Mindestbandbreite von 1 Gigabit.

Diese sollten als 2 separate Netzwerkteams gebündelt werden.

Der eine Netzwerkbündel sollte mit dem Firmentnetzwerk und das Andere mit dem Replikationsnetzwerk verbunden werden.

Die beste Performance erreicht man mit 10 Gigabit.

Sollten dual-port Netzwerkkarten verwendet werden, sollten die einzelnen Ports über die Netzwerke verteilt werden, in diesem Fall ist die Redundanz beim Ausfall einer Netzwerkkarte gesichert.

Ein Beispiel :.
Karte 1 Port 1 -> bond0 (Firmennetzwerk)
Karte 1 Port 2 -> bond1 (Replikationsnetzwerk)
Karte 2 Port 1 -> bond0 (Firmennetzwerk)
Karte 2 Port 2 -> bond1 (Replikationsnetzwerk)

4-Port Netzwerkkarten werden nicht empfohlen.

DHCP darf nicht verwendet werden. Beim Wechseln der IP Adresse geht die Clusterkonfiguration verloren da diese an die Netzwerkeinstellungen gekoppelt ist.

Wird vSphere High Availability (HA) von HA Cluster unterstützt?

euroNAS HA Cluster ist perfekte Lösung in Kombination mit der vSphere High Availability (HA) Funktionalität.

Während vSphere High Availability (HA) sich um die Ausfallsicherheit der virtuellen Maschinen kümmert, sichert euroNAS HA Cluster die Hochverfügbarkeit vom Storage.

Sollten beide Clusterserver identische Hardware besitzen?

Beide Server sollten nach Möglichkeit identische Laufwerke besitzen da diese in Echtzeit gespiegelt werden. Es ist prinzipiell nicht notwendig, daß beide Server identische Hardware besitzen, allerdings muss beachtet werden, daß im Falle Ausfalls von einem Server, der Andere seine Dienste übernehmen muss – d.h. es muss in der Lage sein, identische Serverauslastung auszuhalten.

Was ist ein “Clusterlaufwerk”?

Clusterlaufwerk ist ein Spiegel von 2 Laufwerken auf den individuellen Servern.

Diese 2 Laufwerke können ein Laufwerk, Software oder Hardware Raid sein. Diese spiegeln sich zwischen den beiden Servern in Echtzeit. Auf diese Laufwerke werden Freigaben und iSCSI Targets konfiguriert und installiert.

Wann sollte HA Cluster verwendet werden?

Es ist das perfekte Produkt für alle Netzwerkanwendungen die keine Ausfälle dulden.

euroNAS HA Cluster bietet ein Maximum an Redundanz und Ausfallsicherheit.

Virtualisierung (ESX Server, Xen, Hyper-V), Storage für die Videoüberwachung, Storage für Datenbanken sind die möglichen Anwendungsgebiete für diese moderne Software.

Festplatten Time-Out erhöhen (Linux)

HA Cluster spiegelt die Daten in Echtzeit auf zwei Servern (synchrone Datenreplikation).
Fällt einer der beiden Server im Replikationsnetz aus, schaltet das euroNAS-System automatisch auf den zweiten Server um – ohne dass hierzu ein manueller Eingriff erforderlich ist.

Während des Failovers auf den anderen Server sind die Ressourcen kurzzeitig nicht erreichbar. Diese Zeit hängt von der Anzahl der Ressourcen. Je mehr Ressourcen desto länger dauert die Übertragung der Resssourcen.

Normalerweise reicht die Zeit – sollten Sie unter Linux dennoch timeouts oder I/O Fehler bekommen, können Sie die Timings manuell anheben.

Mit dem Befehl
find /sys/class/scsi_generic/*/device/timeout -exec grep -H . ‘{}’ \;

sehen Sie die aktuellen Einstellungen.

Unter /sys können Sie diese Einstellungen ändern. z.B. für das Laufwerk sdd wäre der Befehl (als root)
echo 180 > /sys/block/sdd/device/timeout

Die Einstellung geht nach einem Neustart verloren, setzen Sie deshalb diese Einstellung in einen der Boot-Scripte.