Hardware Empfehlung
Bei der Bereitstellung von euroNAS eEKAS ist die Auswahl der geeigneten Hardware entscheidend, um eine optimale Leistung, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit Ihrer Storage-Infrastruktur zu gewährleisten. Im Folgenden finden Sie Hardware-Empfehlungen, die Ihnen beim Aufbau einer hochverfügbaren und leistungsstarken Umgebung helfen, die für Unternehmens-workloads und moderne Storage-Anforderungen geeignet ist.

Empfohlene Anzahl von Knoten
eEKAS basiert auf Ceph, einem verteilten storage-System, das auf mehrere Knoten für Redundanz, Hochverfügbarkeit und Fehlertoleranz setzt.
Mindestanforderungen:
3 Server (Knoten): Dies ist die Mindestanforderung für einen funktionsfähigen und fehlertoleranten Ceph-cluster mit eEKAS.
Empfohlen für die Produktion:
5 oder mehr Server: Für verbesserte Redundanz, Leistung und Skalierbarkeit wird ein cluster mit 5 oder mehr Knoten dringend empfohlen. Diese Konfiguration ermöglicht eine bessere Verteilung von Daten und Diensten und verringert das Risiko von Dienstunterbrechungen während der Wartung oder bei Hardwareausfällen.
1. CPU
In einer verteilten storage-Umgebung wie eEKAS übernimmt die CPU die Datenreplikation, den Netzwerkverkehr und die Dienstverwaltung.
Empfehlung:
Intel Xeon- oder AMD EPYC-Prozessoren: Diese Server-CPUs sind aufgrund ihrer hohen Kernanzahl und Leistungseffizienz ideal für eEKAS geeignet.
Kernanzahl: Für kleine bis mittlere Bereitstellungen werden mindestens 16 Kerne empfohlen. Für größere Cluster oder hohe Arbeitslasten sind 32 Kerne oder mehr ratsam.
2. RAM
RAM ist für die Leistung und das Caching von Ceph von entscheidender Bedeutung.
Empfehlung:
Mindestanforderung: Beginnen Sie bei Basisinstallationen mit 32 GB ECC-RAM pro Knoten.
Skalierbare Bereitstellungen: Für optimale Leistung und größere clusters werden 64 GB bis 256 GB ECC-RAM empfohlen. ECC-RAM verbessert die Systemzuverlässigkeit durch die Korrektur von Speicherfehlern.
3. Storage
Das Storage-Design beeinflusst nicht nur die Leistung, sondern auch die Redundanz und Fehlertoleranz in Ceph.
Empfehlung:
NVMe/SSD-Laufwerke: Verwenden Sie NVMe oder SSDs für Journale, Metadaten oder Hochleistungspools, um die Latenz zu minimieren und die Leistung zu steigern.
HDDs für Kapazität: Für Massenspeicher bieten HDDs kostengünstige Kapazität. Ein hybrider Ansatz mit SSD-Caching kann Geschwindigkeit und Speicherplatz ausgleichen.
RAID-Konfiguration: Nur für Boot-Laufwerke; Datenfestplatten sollten kein Hardware-RAID verwenden, sondern einzeln von Ceph verwaltet werden.
Kapazitätsplanung: Skalieren Sie die Kapazität entsprechend Ihren Anwendungs- und Replikationseinstellungen, beginnend mit 1 TB und erweitern Sie sie nach Bedarf.
4. Netzwerkkarten (NICs)
Die Netzwerkbandbreite ist für die Replikation und den Datenzugriff von Ceph von entscheidender Bedeutung.
Empfehlung:
Mindestens 10 Gigabit Ethernet: Verwenden Sie 10 GbE oder schneller für den internen Ceph-Datenverkehr. Ziehen Sie 25 GbE oder höher für anspruchsvolle Workloads in Betracht.
Redundanz: Implementieren Sie mehrere Netzwerkkarten für Fehlertoleranz und Lastenausgleich, um eine unterbrechungsfreie Konnektivität zu gewährleisten.
5. Motherboard
Ein stabiles Motherboard gewährleistet die Kompatibilität mit allen kritischen Komponenten und unterstützt zukünftige Upgrades.
Empfehlung:
Motherboards in Serverqualität: Verwenden Sie Boards, die ECC-Speicher und mehrere Netzwerkkarten unterstützen und IPMI für die Fernverwaltung bieten.
Erweiterungssteckplätze: Stellen Sie sicher, dass genügend PCIe-Steckplätze für zusätzliche Netzwerkkarten oder Speichercontroller vorhanden sind.
6. Netzteil (PSU)
Die Stromstabilität ist für eine fehlertolerante Umgebung von entscheidender Bedeutung.
Empfehlung:
Hochwertiges Netzteil: Wählen Sie Netzteile mit ausreichender Wattzahl und 80 PLUS-Zertifizierung für Effizienz.
Redundantes Netzteil: Verwenden Sie redundante Netzteile in Unternehmens- oder HA-Bereitstellungen, um Ausfallrisiken zu reduzieren.
7. Gehäuse
Ein effizientes Gehäuse wirkt sich auf die Systemkühlung, Wartung und Skalierbarkeit aus.
Empfehlung:
Rack-montierbares Gehäuse: Ideal für Rechenzentren oder große Installationen, bietet besseren Luftstrom und Erweiterungsmöglichkeiten.
Tower-Gehäuse: Geeignet für kleinere Installationen oder Zweigstellen.
8. Kühlung
Eine ordnungsgemäße Kühlung ist für die Aufrechterhaltung der Leistung und die Langlebigkeit der Hardware unerlässlich.
Empfehlung:
Aktive Kühllösungen: Statten Sie Systeme mit geeigneten Lüftern aus und ziehen Sie für Installationen mit hoher Dichte eine fortschrittliche Kühlung in Betracht.
Umgebungskontrolle: Halten Sie in Rechenzentren optimale Umgebungstemperaturen und Luftfeuchtigkeit aufrecht.
9. Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV)
Schützen Sie Ihr storage-System vor Stromausfällen und Datenverlusten.
Empfehlung:
USV mit hoher Kapazität: Stellen Sie sicher, dass die USV Ihren gesamten Knoten lange genug aufrechterhalten kann, um ein ordnungsgemäßes Herunterfahren zu ermöglichen.
Überwachungsfunktionen: Verwenden Sie USV-Modelle mit Alarm- und Verwaltungssoftware für einen proaktiven Systemschutz.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Erfolg einer eEKAS-Bereitstellung in hohem Maße von der Auswahl der richtigen Hardware abhängt, die Ihren Anforderungen an Leistung, Kapazität und Redundanz entspricht. Diese Empfehlungen dienen als Grundlage, um Ihnen beim Aufbau einer zuverlässigen und effizienten storage-Umgebung der Enterprise-Klasse mit eEKAS zu helfen.